Berechnen Sie, wie dick eine Dämmung ungefähr sein muss, um einen gewünschten U-Wert zu erreichen. Die Werte sind Näherungen auf Basis typischer U-Werte und ersetzen keine Bauteilberechnung nach DIN EN ISO 6946.
Ausgangslage
Kosten & Förderung
Ergebnis
Berechnung mit 3.400 Heizgradtagen pro Jahr als regionaler Orientierungswert.
Bauteil
Wirtschaftlichkeit
Dämmstoffe im Vergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Die tatsächliche Dämmstärke hängt vom genauen Wandaufbau, Wärmebrücken, Feuchteschutz, Brandschutz und der Ausführung ab. Bei Innendämmung ist eine fachliche Planung besonders wichtig.
Was der Rechner macht
Der Rechner beantwortet eine einzige Frage: Wie viele Zentimeter Dämmung brauchen Sie, um von Ihrem heutigen U-Wert auf einen Zielwert zu kommen? Dazu ermittelt er den fehlenden Wärmedurchlasswiderstand und teilt ihn durch die Wärmeleitfähigkeit des gewählten Materials. Weil Dämmplatten nicht in beliebigen Stärken lieferbar sind, rundet er anschließend auf die nächste handelsübliche Dicke auf und rechnet den damit tatsächlich erreichten U-Wert zurück.
Neben der Dicke bekommen Sie die Materialkosten als Spanne, die jährliche Heizkosteneinsparung, den möglichen Zuschuss und die Amortisationszeit. Der Materialvergleich rechnet dieselbe Aufgabe parallel für Mineralwolle, EPS, PUR/PIR, Holzfaser und Zellulose durch – so sehen Sie unmittelbar, was ein besserer Lambda-Wert an Aufbauhöhe spart und was er kostet.
Welche Angaben Sie brauchen
Die wichtigste Eingabe ist der U-Wert des Bestandsbauteils. Wenn Sie ihn nicht kennen, schlagen Sie ihn nach Baujahr und Konstruktion in der U-Wert-Datenbank nach – für eine Vorplanung reicht der typische Wert der Baualtersklasse.
Der Ziel-U-Wert ergibt sich aus dem, was Sie erreichen wollen. Die gesetzliche Obergrenze bei einer Änderung des Bauteils steht in Anlage 7 des GModG und liegt für Außenwand, Dach und oberste Geschossdecke bei 0,24 W/(m²K), für die Kellerdecke bei 0,30 W/(m²K). Wer eine Förderung beantragt, muss deutlich darunter bleiben – die Anforderungen dazu stehen unter Förderung für Sanierungsmaßnahmen, die Höhe des Zuschusses ermitteln Sie im Förderrechner.
Das Material bestimmt über den Lambda-Wert die Dicke. Welche Dämmstoffe an Ihrem Bauteil überhaupt in Frage kommen und welche Kennwerte dort neben Lambda entscheiden – µ-Wert, Baustoffklasse, Druckfestigkeit –, steht in der Dämmstoff-Datenbank.
Grenzen der Berechnung
Der Rechner arbeitet mit einem vereinfachten Schichtmodell. Er berücksichtigt keine Wärmebrücken an Fensterlaibungen, Balkonplatten und Rollladenkästen, keine Befestigungsdurchdringungen und keinen Feuchteschutznachweis. Gerade bei einer Innendämmung ist der rechnerische U-Wert die kleinere Hälfte der Aufgabe: Dort entscheidet das Feuchteverhalten des Aufbaus darüber, ob die Konstruktion dauerhaft schadensfrei bleibt.
Für die Vorplanung und für das Gespräch mit dem Handwerker ist das Ergebnis eine belastbare Größenordnung. Für Förderantrag und Nachweis braucht es die Berechnung am realen Bauteilaufbau mit den Bemessungswerten des konkreten Produkts.
Ihre nächsten Schritte
In meiner Erstberatung (250 EUR, anrechenbar auf Folgeaufträge) nehme ich Ihre Gebäudehülle vor Ort auf und sage Ihnen, welche Dämmmaßnahme sich in welcher Reihenfolge rechnet. Wenn Sie über mehrere Jahre sanieren wollen, ist der individuelle Sanierungsfahrplan der passende Rahmen.